Israelische Siedlungspolitik im Westjordanland – und die Folgen für die palästinensische Bevölkerung

WeststadtHaus, Moltkestr. 10, 89077 Ulm

Genau 51 Jahre ist es nun her, dass Israel im Krieg von 1967 das Westjordanland besetzt hat. Schon damals begann dort jene Verdrängungspolitik gegenüber der palästinensischen Bevölkerung, die bis zum heutigen Tag unvermindert anhält. Der israelische Premierminister Netanjahu und Mitglieder seines Kabinetts bekräftigen immer wieder neu ihre Absicht, keine einzige jüdische Siedlung in der Westbank aufgeben zu wollen. Die israelische Regierung nennt das offiziell „die Wiederbesiedlung Judäas und Samarias“. „Wir werden unsere Wurzeln vertiefen, werden bauen, stärker werden und siedeln“, so Benjamin Netanjahu.

Neben Ost-Jerusalem sind vor allem um die Stadt herum palästinensische, teils beduinische Gemeinschaften von Zwangsumsiedlungen bedroht, weil sie der Ausweitung bestehender israelischer Siedlungen im Wege stehen. Die israelische Regierung treibt ihre Schritte vehement voran, um sicherzustellen, dass eine Zwei-Staaten-Lösung allein schon auf Grund der Unmöglichkeit der territorialen Entflechtung unrealisierbar sein wird. Der Ausbau des jüdischen Siedlungsrings würde die Westbank auch endgültig in eine Nord- und eine Südhälfte zerteilen, die palästinensische Bevölkerung weiter fragmentieren und die Kontrolle über sie erleichtern. Wie lässt sich diese Politik völkerrechtlich einschätzen? Wie steht es um den zentralen Aspekt der Menschenrechte?

Riad Othman wird die Verhältnisse vor Ort analysieren und zu den aufgeworfenen Fragen Stellung nehmen. Und er wird darüber informieren, was eine Hilfsorganisation wie medico international tun kann und tut.

Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Vereins Ulmer Weltladen e. V. in Zusammenarbeit mit der Eine-Welt-Regionalpromotorin

Referent/in: 
Riad Othman, Nahostreferent von medico international