Menschenrechte

Bewegte Gesellschaft: Protest in Deutschland von 1968 bis heute

Protest ist ein großes Thema unserer Zeit. Er hat die politische Kultur unseres Landes seit dem Zweiten Weltkrieg entscheidend geprägt. »1968« als Chiffre für die Studentenbewegung steht hierbei stellvertretend für den Beginn von zwei protestfreudigen Jahrzehnten. Doch auch im wiedervereinigten Deutschland werden Konflikte wie der um »Stuttgart 21« protestförmig ausgetragen sowie über die Folgen der Globalisierung gestritten, sei es im Protest gegen Handelsliberalisierung, sei in migrationsfeindlichen Bewegungen. Protest ist demnach politisch ambivalent.

Shrinking Spaces – Zivilgesellschaft unter Druck

Wir beobachten weltweit einen beunruhigenden Trend: Die zunehmende Einschränkung der Handlungsspielräume der Zivilgesellschaft (shrinking spaces). Nur drei Prozent der Menschen leben noch in Ländern, in denen der Raum für die Zivilgesellschaft als offen gilt. Kritische Stimmen und Menschen, die sich für ihre Rechte einsetzen werden eingeschüchtert, behindert und oft auch gewaltsam zum Schweigen gebracht.

»Romani Rose – ein Leben für die Menschenrechte«

Jahrzehntelang kämpfen deutsche Sinti und Roma um Menschen- und Bürgerrechte, mit an der Spitze Romani Rose als Vorsitzender ihres Zentralrats. Behar Heinemann hat diese Leistung in ihrem Buch »Romani Rose – ein Leben für die Menschenrechte« dokumentiert. Die aus dem Kosovo stammende Autorin gehört der Ethnie der Roma an, bekennt sich ausdrücklich dazu und ist vielfältig sozial engagiert für Sinti und Roma Sie zieht eine Zwischenbilanz über das Verhältnis zwischen Minderheit und Mehrheitsgesellschaft.

Die letzten Christen. Flucht und Vertreibung aus dem Nahen Osten

Die Wiege des christlichen Abendlandes steht im Nahen Osten, dort nahm das Christentum seinen Anfang. Bis in die Gegenwart leben in Syrien und im Irak christliche Gemeinden, die aramäisch sprechen, die Muttersprache Jesu. Doch diese Christen wurden seit Jahrhunderten diskriminiert und verfolgt. In jüngster Zeit wurde viele von ihnen durch den »Islamischen Staat« vertrieben und in alle Welt zerstreut. Nun leben sie als Flüchtlinge auch in Mitteleuropa.

Haften Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen im Ausland?

Zwölftes Ulmer Kolloquium für Wirtschafts- und Steuerrecht

Vor dem Landgericht Dortmund streiten in einem Pilotverfahren ehemalige Mitarbeiter einer pakistanischen Textilfabrik um Schmerzensgeldansprüche. Sie richten sich gegen den Hauptkunden ihres pakistanischen Arbeitgebers, eine deutsche Textildiscountkette. Geltend gemacht wird die Verletzung allgemeiner Menschenrechtsstandards in Pakistan. Das Landgericht Dortmund hat die erhobenen Ansprüche nicht für offensichtlich unbegründet gehalten und Prozesskostenhilfe gewährt.

Palästina – Bericht über eine Reise in ein besetztes Land

Im Juni d. J. waren es genau 50 Jahre, dass im sog. »Sechstage-Krieg« die israelische Armee Teile Jordaniens besetzte: das Westjordanland, die Heimat von über 2 Millionen Palästinensern. Seitdem ist das Land nicht mehr zur Ruhe gekommen. Denn der völkerrechtswidrige Bau israelischer Siedlungen und die Ansiedlung von ca. 300.000 jüdischen Siedlern bei gleichzeitiger Beschneidung der Lebensmöglichkeiten der palästinensischen Bevölkerung hat die Region zu einem der umstrittensten Gebiete dieser Welt gemacht.

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