Das Ulmer Netz für eine andere Welt ist ein Verbund von Vereinen und Initiativen, die ihre eigenen Veranstaltungen organisieren, die auch im gemeinsamen Veranstaltungskalender zu finden sind. Als Ulmer Netz planen wir aber auch regelmäßig gemeinsame Formate, die uns mehr Sichtbarkeit geben, inhaltliche Verständigungen eröffnen und die Gemeinschaft stärken. Während das Allerwelts-Forum im Ulmer Roxy schon Tradition ist, haben sich die Mahnwachen während der Corona-Zeit entwickelt. Die Zukunftswerkstätten werden nach dieser Zwangspause eine Neuauflage erleben.
Friedenswochen
Die 22. Ulmer Friedenswochen starten 2026 in ihrer ersten Woche mit zwei Veranstaltungen – zum einen mit der Ulmer Friedensmahnwache am Mittwoch, dem 02. September, in der Ulmer Fußgängerzone www.friedensmahnwache-ulm.de und zum anderen am Freitag, dem 04. September, mit der Gedenkstunde „DENK MAL“ vor dem Ulmer Deserteurdenkmal im Lehrer Tal.
Die Ulmer Friedenswochen 2026 dauern dann wieder den gesamten Monat September über an. Es haben sich in diesem Jahr 30 Gruppen aus der Region zusammengefunden, die 36 verschiedene und wieder sehr vielfältige Aktionen organisiert haben.
Alle diese Gruppen agieren überparteilich, unabhängig und auf unterschiedlicher weltanschaulicher Grundlage. Trotz aller Verschiedenheit sind sie sich aber in dem Punkt einig, dass Frieden nur durch Zusammenarbeit und auf gewaltfreien Wegen erreicht werden kann. Jede Gruppe versucht mit ihren Mitteln, dazu einen Beitrag zu leisten. Das erscheint derzeit wichtiger denn je – gerade in Zeiten, in denen das Pochen auf gewaltfreien Lösungswegen als „blauäugig“, „vorgestrig“ oder „unzeitgemäß“ dargestellt wird. Umgekehrt scheinen Konflikte nur noch mit Waffengewalt ausgetragen werden zu können, eine Sichtweise, die politisch und medial durch eine ständige Verengung des einschlägigen Meinungskorridors begleitet und immer wieder neu zugespitzt wird.
Das Ulmer Netz für eine andere Welt e. V. ist Kooperationspartner bei zahlreichen Veranstaltungen:
Freitag, 11.09.2026 – Freitag, 02.10.2026
„Gesichter des Friedens“, Ausstellung von Pro Peace, EinsteinHaus, Kornhausplatz 5, 89073 Ulm, Eintritt frei, Vernissage zur Plakatausstellung Freitag, 11.09.2026 I 17 Uhr
Freitag, 04.09.2026 I 16 Uhr
DENK MAL, Gemeinsames Innehalten zu Beginn der Ulmer Friedenswochen am Ulmer Deserteurdenkmal im Lehrer Tal, gegenüber des östlichen Eingangs zum Botanischen Garten, 89081 Ulm
Samstag, 12.09.2026 | 20 Uhr
Konzert für die Menschenrechte, Vientos de Poniente spielen und singen Lieder von Victor Jara aus Chile, Stadthaus Ulm, Münsterplatz, Eintritt 15,00 EUR, ermäßigt 12,00 EUR, Vorverkauf: Ulmer Volkshochschule, Kornhausplatz 5, 89073 Ulm und Ulmer Weltladen, Pfauengasse 28, 89073 Ulm oder www.ulmtickets.de
Montag, 14.09.2026 I 19:30 Uhr
Krieg heißt Töten, Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit, Vortrag und Diskussion mit Dr. Leo Ensel, WeststadtHaus, Moltkestraße 10, 89077 Ulm, Eintritt frei, Spenden erwünscht
Donnerstag, 17.09.2026 I 20 Uhr
Der Nahe Osten/Westasien brennt, Aktuelle Analyse, Hintergründe und Ursachen, Bürgerhaus Mitte, Schaffnerstraße 17, 89073 Ulm Eintritt frei, Spenden erwünscht
Mittwoch, 23.09.2026 | 19 Uhr
Friedenstüchtig – Wie wir aufhören können, unsere Feinde selbst zu schaffen, Buchvorstellung mit dem Autor Fabian Scheidler, EinsteinHaus, Kornhausplatz 5, 89073 Ulm Eintritt 5,00 EUR
Freitag, 25.09.2026 I 19 Uhr
Begegnung – Dialog. Eine kurze Darstellung der vielfältigen Arbeit von Pro Peace und Musik umrahmen den Abend. EinsteinHaus, Kornhausplatz 5, 89073 Ulm, Eintritt frei, Spenden erbeten
Mittwoch, 30.09.2026 I 19 Uhr
Sprechen & Zuhören: „Müssen wir ‚kriegstüchtig’ werden?“ im EinsteinHaus, Kornhausplatz 5, 89073 Ulm Eintritt frei
Allerwelts-Forum
Am 7.12.2025 war es wieder soweit! Das Allerwelts-Forum im Roxy fand statt mit vielen Engagierten!
Vom Allerwelts-Fest zum Allerwelts-Forum
Am 10. Dezember 1998 war es so weit: im Ulmer ROXY fiel der Startschuss zum ersten „Allerwelts-Fest“, dem Fest der regionalen Eine-Welt-Gruppen, Initiativen und Vereine. Afrika, Asien, Lateinamerika – die Kontinente und die Länder, in denen die Gruppen aktiv waren und sind, sind vielfältig. Ebenso vielfältig sind die Menschen, die dieses Engagement tragen. Was sie verbindet, ist der Wunsch nach einem „Guten Leben“, der Achtung der Menschenwürde, nach Selbstbestimmung und solidarischen Beziehungen.
Über 25 Jahre und viele Allerwelts-Feste später trägt dieser Gedanke noch immer: Eine Welt, Umwelt, Nachhaltigkeit, Regionalität, Fairness – für alle und überall auf dieser Welt. Die traditionellen Allerwelts-Feste haben wir jetzt zu Allerwelts-Foren weiterentwickelt, weil wir immer wieder Orte brauchen, um diese Anliegen in breiter Öffentlichkeit zu besprechen, um sich auszutauschen, Anstöße einzuholen, neue Perspektiven zu gewinnen. Damit die Würde aller nicht nur ein allgemeines Versprechen bleibt, sondern alltägliche Wirklichkeit wird.
Markt der Möglichkeiten 2025 mit:
Donau-Energie
Eine Welt Regional-Promotorin
Flüchtlingsrat Ulm/Alb-Donau-Kreis e. V.
Gemeinwohl Ökonomie Regionalgruppe Ulm
Greenpeace Ulm/Neu-Ulm
Haus der Nachhaltigkeit für Ulm, Neu-Ulm und Region e. V.
KHK Gögglingen
Local Zero
lokale agenda ulm 21
Naturfreunde
Partnerschaft Ulm-Tukuyu
Solawi Ulm
Tibet Initiative Deutschland e. V. Regionalgruppe UL/NU
Ulmer Netz für eine andere Welt e. V.
Umweltgewerkschaft
Verein Ulmer Weltladen e. V.
Verein zur Selbsthilfe Munyu/Kenia e. V.
Dieses Jahr findet das Allerwelts-Forum im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums des DEAB statt. Der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg wurde 1975 als baden-württembergisches Eine Welt-Landesnetzwerk gegründet. Er vertritt mehr als 400 Gruppen und Organisationen, die sich mit globaler Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit beschäftigen. Das Ulmer Netz für eine andere Welt ist Mitglied in diesem wichtigen Netzwerk.
Mahnwachen
Themen auf die Straße bringen
Die Idee zu regelmäßigen Mahnwachen wurde während der Corona-Pandemie 2020 geboren: Veranstaltungen und Kontakte waren nicht möglich, nur das Format der Mahnwache war erlaubt. So schlossen sich im Rahmen des Ulmer Netzes für eine andere Welt viele Organisationen zusammen und erarbeiteten einen Fahrplan für eine Reihe monatlicher Kundgebungen und Mahnwachen zu wechselnden Schwerpunkten.
Den Auftakt machte die Mahnwache „Daddy changed the world“ am 9. Juni 2020 auf dem Ulmer Münsterplatz gegen Rassismus und Diskriminierung anlässlich des von einem weißen Polizisten in Minneapolis/USA getöteten Afroamerikaners George Floyd. Weitere Themen waren: „Mobilprämie für alle!“ – „Mehr Platz fürs Rad!“ – „Klimaschutz JETZT!“ – „Lieferkettengesetz – gegen Gewinne ohne Gewissen!“ –„Wofür sparst Du?“
Aktuelle Mahnwache: Frieden schaffen ohne Waffen – auch in der Ukraine!
Seit dem Beginn der Krieges in der Ukraine gibt es eine regelmäßige wöchentliche Mahnwache. Ihr Motto: „Für Abrüstung – Gegen Aufrüstung. Für eine friedliche und solidarische Welt – ohne Militär und ohne Rüstungsindustrie. Für ein Ende von Waffenlieferungen, egal in welches Land. Für den immerwährenden Versuch, diplomatische Lösungen zu suchen und zu finden.“
Treffpunkt ist jeden Mittwoch von 17:00 – 17:30 Uhr am ehemaligen Berblingerbrunnen in der Glöcklerstraße.
Zukunftswerkstätten
„Buen Vivir – Vom Recht auf ein gutes Leben“,
hieß eine Veranstaltung im April 2015 im Ulmer Haus der Begegnung mit einem der führenden Intellektuellen Lateinamerikas, Alberto Acosta, dem ehemaligen Minister und Präsidenten der Verfassunggebenden Versammlung Ecuadors. Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, welche Eckpunkte für eine solidarischere und demokratischere Lebensweise auf dieser Welt erforderlich sind. Kurzum: „Buen vivir“, die Idee eines tatsächlich „erfüllten Lebens“, zielt auf eine neue „Ethik der Entwicklung“ ab, es fordert ein soziales und solidarisches Wirtschaften und eine Abkehr vom wirtschaftlichen Wachstum als dem zentralen Kriterium von „Entwicklung“.
Mit der Absicht, diese Gedanken für die Diskussionen im mittleren Europa fruchtbar zu machen, finden seit November 2015 innerhalb des Ulmer Netzes für eine andere Welt immer wieder Zukunftswerkstätten statt, um Ideen und Impulse für das „gute, erfüllte Leben für alle “zusammenzutragen. Dabei geht es sowohl um die Formen des persönlichen Konsumierens als auch um die Belebung von politischem Handeln. Und zwar ganz im Sinne des zentralen Mottos des Berliner Sozialpsychologen Harald Welzer: „Es ist höchste Zeit, dass sich jeder überlegt, wie wir eigentlich leben wollen – damit die Zukunft wieder ein Versprechen und keine Bedrohung ist.“
Durch die Corona-Pandemie haben die Zukunftswerkstätten in den letzten Jahren leider nicht mehr stattfinden können. Eine Neuauflage ist allerdings geplant und wird auf dieser Webseite bekanntgegeben.